Räume beleben. Menschen verbinden. Kreativwirtschaft stärken.

Euer Ort ist mehr als ein Raum.
Er ist Treffpunkt und Arbeitsort. Ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen, Ideen entwickeln und Projekte umsetzen. Hier entstehen Netzwerke, Zusammenarbeit und nachhaltige Strukturen.

Wir suchen Orte der Kultur- und Kreativwirtschaft, an denen gemeinsames Arbeiten möglich wird: in der Stadt, auf dem Land oder im Quartier. Orte, die wirtschaftliche Perspektiven eröffnen, zur lokalen Entwicklung beitragen und die Kultur- und Kreativwirtschaft in Bayern stärken.

Seid ihr Teil eines solchen Ortes, an dem unterschiedliche Teilmärkte der Kultur- und Kreativwirtschaft zusammenkommen und gemeinsam arbeiten? Dann bewerbt euch für den Staatspreis für bayerische Kreativorte 2026. Insgesamt werden 60.000 Euro Preisgeld vergeben, um bayerische Kreativorte und ihre Wirkung sichtbar zu machen.

DER PREIS

Dritte Runde für den Staatspreis für bayerische Kreativorte: Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie ruft ab dem 15.01.2026 zur Bewerbung auf. Das Innovationsnetzwerk Kreativwirtschaft bei der Bayern Innovativ GmbH ist damit beauftragt, den Preis auszurichten. Es werden drei Preise mit einem Preisgeld in Höhe von insgesamt 60.000 Euro sowie ein vierter Sonderpreis für kommunales Engagement (undotiert) vergeben.

Der Staatspreis für bayerische Kreativorte ist eine Auszeichnung, die weit über die eigenen Grenzen hinaus strahlt. Er ehrt die Arbeit der bayerischen Kreativorte, die positive Wirkung auf die gesamte Kultur- und Kreativwirtschaft und die wichtige Rolle der Kreativorte in der Gestaltung der Zukunft Bayerns.

Oliver Löscher

Oliver Löscher ist Projektleiter des Regensburger Kreativwirtschaftszentrums „Degginger“, das 2024 mit dem Staatspreis für bayerische Kreativorte (Sonderpreis für kommunales Engagement) ausgezeichnet wurde. Als Teil der Kreativbehörde Regensburg setzt er sich dafür ein, Unternehmen und Akteure der Kultur- und Kreativwirtschaft in ihrer Wertschöpfung zu stärken, Projekte mit Impact zu fördern und die Sichtbarkeit der Branche durch eine räumliche Verortung nachhaltig zu erhöhen. Zuvor lebte er über zehn Jahre in Wien, wo er als Projektleiter bei EDUCULT im MuseumsQuartier Wien tätig war und dort die Konzeption und Umsetzung lokaler wie internationaler Kulturvermittlungsprojekte verantwortete.

Bildnachweis: Dominik Hupf / Kreativbehörde Regensburg

Astrid Köppel

Astrid Köppel ist Landschaftsarchitektin, Regional- und Organisationsentwicklerin und hat keine Angst vor Komplexität und Nichtwissen. Diese können wertvolle Ressourcen sein, wenn wir die richtigen Fragen stellen, statt vorschnell Antworten zu geben, die aus den Erfahrungen der Vergangenheit gespeist werden. Als Netzwerkerin bringt sie Ideen und Menschen zusammen. Möglichkeitenräume öffnen und nichtlineare Wege gehen statt Pfadabhängigkeit, sind dabei ihr Credo. Astrid Köppel hat von 2019 bis 2021 das Forum Kreativwirtschaft Fichtelgebirge, ein Verbundprojekt zwischen dem KÜKO – Netzwerk Kreativ Unternehmen Fichtelgebirge und dem Landkreis Wunsiedel i. F. aufgebaut und kennt daher insbesondere die Belange und Besonderheiten der Kultur- und Kreativwirtschaft im ländlichen Raum.

Bereits zum zweiten Mal darf ich Teil der Jury zum Staatspreis für bayerische Kreativorte sein. Für mich ist das sehr inspirierend: Ein Bewusstsein zu bekommen, wie viele unglaublich tolle Initiativen es in Bayern gibt, wo Kreativität und Inspiration eine Heimat finden können. Ich habe das Bild eines starken Netzes, das sich wie ein Extra-Layer über den Freistaat zieht und – auch wenn die meisten Menschen das nicht gewahr haben – wirkt: Als Ideengeber, als Kreativ-Hubs, als Orte, wo sich ganz besondere Gemeinschaften von Kultur- und Kreativschaffende zusammenfinden können, ohne die unser Leben und Wirken, egal ob als Unternehmen, als Organisation oder als Privatpersonen, ärmer wäre.

Astrid Köppel

Bildnachweis: Lisa Dörsch

Susanne Hermanski

Teamleiterin Kultur & SZ Extra, Süddeutsche Zeitung

Bildnachweis: Georg Seitz

Julia Willeitner

Julia Willeitner ist freischaffende Musikerin im Bereich der Alten Musik und lateinamerikanischer Volksmusik.
Ihre künstlerische Arbeit ist geprägt von Neugier, Offenheit und dem Wunsch, musikalische Traditionen über Zeiten und Kulturen hinweg in einen lebendigen Dialog zu bringen.

2021 gründete sie in Passau das Bergfried Kultur Festival, einen Ort der Begegnung, des Austauschs und der gemeinsamen künstlerischen Praxis. Der Ort wurde 2024 mit dem Staatspreis für Kreativorte ausgezeichnet und steht exemplarisch für ihre Vision, Kultur nicht nur zu präsentieren, sondern gemeinsam zu gestalten.

Ihr Antrieb ist es, Räume zu schaffen, in denen Kulturschaffende einander auf Augenhöhe begegnen, Ideen teilen, neue Perspektiven entwickeln und in kollektiven Prozessen nachhaltige Projekte entstehen lassen. 

Was als große Herausforderung begann, hat sich zu meinem Herzensprojekt und zu einer tiefen, persönlichen Berufung entwickelt.

Julia Willeitner

Bildnachweis: Berli Berlinski

Marion Grether

Marion Grether ist seit 2020 Leiterin des Zukunftsmuseums in Nürnberg. Sie versteht sich besonders gut darauf, Explorations- und Diskursräume zu gestalten.

Bildnachweis: Deutsches Museum Nürnberg